Speed Company Racing: Pushing Limits

Speed Company Racing: Pushing Limits

Spätestens seit ihrem Cape Epic Gewinn 2022 sind Lukas Baum und Georg Egger vom Team Speed Company Racing in aller Munde und die ganze Radsportszene wurde in einen Farbmix aus rosa-lila-blau getaucht. Wieso auch nicht? Die Zwei hatten sich den Sieg hart erkämpft und sind dabei auch noch so wahnsinnig sympathisch, was sie auch in unserem Interview unter Beweis stellen.

Letztes Jahr haben wir euch als die coolste Two-Men-Show im Radsport vorgestellt. Der Hype um euch ist, zurecht, nicht weniger geworden. Was macht das mit euch?

Lukas Baum [lacht]: Wir sind natürlich dankbar um die Aufmerksamkeit, oder generell, dass uns die Radsportbranche jetzt Aufmerksamkeit schenkt. Aber mit uns persönlich, also ich kann nur für mich sprechen, macht das jetzt relativ wenig. Wir sind eigentlich wieder genau an dem gleichen Punkt wie letztes Jahr. Es ist wieder Aufbruchsstimmung, alles ist wieder so ein bisschen hektisch.

Eigentlich ist es egal, ob man das Cape Epic ein Jahr vorher gewonnen hat oder nicht, es geht wieder von vorne los und man ist immer nur so stark wie das letzte Rennen.

Lukas Baum
Speed Company Racing

Georg Egger: Ja, kann ich nur zustimmen. Radsport ist eh so ein Ausdauerding. Der Wettkampf an sich, aber auch das Training. Ich denke es zahlt sich aus, dass wir beide nie aufgegeben haben.

Wir haben das Potenzial schon längere Zeit mit uns rumgeschleppt!

Georg Egger

Vielleicht haben wir die ein oder andere Umdenkbewegung losgelöst, dass vielleicht nicht das mega Setup gebraucht wird, sondern dass es auch ein bisschen mehr Basic funktioniert.
Es gibt jetzt einige Fahrradinitiativen, so kleinere Teams, die sich gegründet haben. Ich will uns nicht als die Supervisor hinstellen, aber so ein Stück weit merkt man schon die Tendenz, dass es Teamkonstellationen gibt, die auf eigene Faust was machen.

Daran anschließend habt ihr eben weiterhin einen kleinen Kreis an Helfern, macht viel selbst. Das bedeutet auch großes Vertrauen in euch selbst/gegenseitig. Welche Vor- und Nachteile habt ihr gegenüber den großen Teams?

GE: Also eigentlich ist es immer ein Call zwischen Lukas und mir. Klar, das Interesse ist größer geworden. Das bedeutet dann auch immer mehr Verpflichtungen. Aber grundsätzlich sind wir ein kleines Team und wollen es auch bleiben. Uns ist es wichtig, dass wir jetzt nicht mehr so zu 100 % auf unsere Dads angewiesen sind, die immer gerne helfen, aber ich will meinem Papa halt auch einfach mal gönnen, dass er sich am Wochenende chillig auf die Couch legen kann und nicht immer noch bei mir mit auf die Rennen gehen muss.
Wir haben ein Abkommen gemacht, die Papas dürfen ruhig mit, wenn sie wollen, müssen aber nicht.

Wie viele Leute nehmt ihr dieses Jahr auf das Cape Epic mit? Letztes Jahr hattet ihr nur einen Betreuer, richtig? Lukas‘ Papa, oder?!
[lachen]

LB: Ja, genau und dieses Jahr haben wir zwei dabei, wir upgraden das Ganze um 100 Prozent.

Wie bereitet ihr euch denn auf solche Rennen vor?

GE: Ich glaube, eigentlich sind wir da ein schlechtes Beispiel für, wir waren beide in keinem Trainingslager, also nicht so wirklich zumindest. Wir haben einfach daheim nach bestem Wissen und Gewissen unser Training absolviert.

LB: Ja, ich glaube wir sind da wirklich atypisch.

GE: Wir haben auch schon überlegt, dass wir es nächstes Jahr mal anders anpacken und vielleicht mal länger in Südafrika sind oder so. Aber mal schauen, wie gut es dieses Jahr wieder funktioniert.

WAS WIRD DIESES JAHR ANDERS BEIM SETUP SEIN?

GE: Letztes Jahr haben wir vor Ort gemerkt, dass der Wohnwagen keine Markise hat. Das ist bei der intensiven Sonne natürlich krass und wir mussten in der Sonne braten. Nach zwei, drei Tagen hat uns ein netter Südafrikaner ein drei auf drei Meter Zelt vor den Camper gelegt und gesagt: ,,Hey Jungs, kommt stellt euch mal das Zelt auf und gönnt euch mal ein bisschen Schatten“. Dieses Jahr haben wir ab dem ersten Tag Schatten vor dem Camper und die Möglichkeit uns mit einem Eisbad wieder runterzukühlen. Das hatten wir letztes Jahr nur, weil wir nette Nachbarn hatten. Sabine Spitz und ihr Team waren neben uns und wir durften netterweise ihr Eisbad nutzen.

LB: Wir durften das Eisbad ausbaden. Schön im Schweiß der zwei Mädels.

GE: Ja. Wir durften natürlich erst danach rein, aber das war dann auch okay.

Ihr habt also andere Voraussetzungen als letztes Jahr.

GE: Ja, das sind so Kleinigkeiten, die uns auf jeden Fall, während des Rennens helfen können und wir wissen, was auf uns zukommt. Die Anforderungen passen gut für uns. Die meisten Cross-Country-Fahrer sind nach 1,5 Stunden platt und wir beide können, wenn wir etwa fünf Prozent zurückgehen, nochmal zwei Stunden länger das Tempo fahren. Das ist unsere Stärke. Gerade bei so wechselnden Belastungen wie beim Cape Epic.

500 Höhenmeter, 600 Höhenmeter am Stück sowas können wir noch gut wegschlucken und dann können wir halt trotzdem nach der Abfahrt wieder direkt draufhauen.

Georg Egger

LB: Klar, das Cape Epic ist wieder ein Abenteuer für sich und ich glaube selbst, wenn man das 20 Mal gemacht hat, wird man wieder vor irgendwelche Herausforderungen gestellt, die man vorher nicht so gesehen hat, da könnt ihr mal Karl Platt fragen. Wir gehen jetzt mit einem Jahr Erfahrung in das ganze Renngeschehen. Ob das im Endeffekt wirklich von Vorteil ist, oder ob man doch eher einen Vorteil hat, wenn man gar nicht weiß was auf einen zukommt, wird sich zeigen.

Was macht ihr denn zum Warm-up direkt vor dem Rennen?

GE [lacht]: Tatsächlich relativ wenig.

LB [lacht]: Kurz schauen, dass die Schaltung geht und dann zum Start vor rollen.

GE: Ja, wir haben einfach die Schaltung und den Reifendruck geprüft, sind noch einmal über die Wiese gerollt, aber mehr war da nicht, nee. Jeder Trainingswissenschaftler langt sich jetzt an den Kopf, aber wir haben es tatsächlich so gemacht.

Wie hilft euch der ROX 11.1 EVO vor und während der Vorbereitung?

LB: Der ROX bietet die Möglichkeit sich individuell die Seiten so zusammen zu stellen, wie es für einen passt.

GE: Ja, bei mir ist eigentlich nur eine Page wirklich wichtig und das ist halt die mit den Runden, da habe ich immer die drei Sekunden Leistung, dann die Durchschnittsleistung, den Puls, Distanz der Runde und die Zeit von der Runde.

LB: Ich lasse mir die aktuelle Leistung, die Durchschnittsleistung, Maximalleistung anzeigen und zum Schluss nochmal Temperatur und die Uhrzeit. Man hat einen geilen Überblick über seine aktuellen Werte. Das Rennen an sich ist ein bisschen wissenschaftlicher geworden.u hast einfach die Daten an der Hand und willst die auch nutzen und ich finde da bietet der ROX 11.1 EVO die Möglichkeit das übersichtlich zu gestalten und sowohl das Training als auch das Rennen zu optimieren.

Du hast einfach die Daten an der Hand und willst die auch nutzen und ich finde da bietet der ROX 11.1 EVO die Möglichkeit das übersichtlich zu gestalten und sowohl das Training als auch das Rennen zu optimieren.

Lukas Baum

Nachdem ihr letztes Jahr das Cape Epic gewonnen habt, sind dieses Jahr natürlich alle Augen auf euch gerichtet. Was sind aber eure Erwartungen an das Race?

LB: Wir müssen uns beide im Vorfeld ein bisschen von dem Gedanken frei machen, zu viel Druck auf unsere Schultern aufzuladen.

Wir gehen beide mit dem Mindset rein, wir sind Titelverteidiger, aber im Endeffekt können wir bloß verlieren.

Lukas Baum

Das klingt jetzt erstmal hart, aber so ist es halt. Wir denken wieder von Tag zu Tag und versuchen uns so von Event zu Event zu hangeln und schauen wie es nach drei bis vier Tagen aussieht und dann können wir wieder gucken, ob wir angreifen oder nicht.

GE: Wir gehen einfach mit einem gesunden Selbstvertrauen da hin, aber ohne uns jetzt zu sehr Druck zu machen. Ich glaube, das doofste, was wir machen könnten, wäre, wenn wir denken wir müssen an den ersten zwei, drei Tagen direkt allen zeigen wer hier Chef im Haus ist, das uns hintenraus komplett der Sprit ausgeht.

LB: Man muss wirklich einfach von Tag zu Tag denken und so das beste in dem Moment rausholen, gucken dass man wieder gut regeneriert nach der Etappe und am nächsten Tag wieder angreifen. Letztes Jahr hatten wir das Ding bis zur letzten Etappe auch nicht im Sack.

Euer Plan war doch nur, dass man wahnsinnig mit fiebert.
[lachen]

LB: Das war alles Taktik.

Macht es doch nochmal so spannend. Das wäre schön.

LB [lacht]: Lieber nicht.

GE [lacht]: Ich glaube uns beiden wäre es lieber, wenn es nicht ganz so spannend wird.

Wir freuen uns trotzdem auf ein spannendes Cape Epic und vor allem darüber, die Zwei auch dieses Jahr wieder zu supporten und den ROX 11.1 EVO an ihren Lenkern zu sehen. Viel Glück! 🍀

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